Heinrich Zille verfasste vom Janur 1902 bis zum Juli 1927 über huntert Zeichnungen für den Simplicissimus. Heinrich Zille, der 1929 verstarb, erlebte den Aufstieg des Dritten Reiches und damit die widerstandslose "Gleichschaltung" des Simplicissimus nicht mehr.
Seine Veröffentlichungen im Simplicissimus führten zu Anfeindungen und im Fall der Litografie "Modellpause" auch zu einer Verurteilung wegen Pornografie.

Bezüglich seiner politischen/unpolitischen Ziele schreibt Wikipedia:
Zilles Leben und Werk rechtfertigen es, ihn als sozialkritischen Menschen zu bezeichnen. Was sein Zeichenstift hervorbrachte, schienen zwar Anekdoten und Humoresken zu sein, bei genauerer Betrachtung wird aber sowohl dem Wilhelminismus wie der nachfolgenden Weimarer Republik schonungslos der Spiegel vorgehalten. Den Zulauf der Nationalsozialisten beobachtete er mit Argwohn. Zille, der selbst einer armen Arbeiterfamilie entstammte und als Kind unter Hunger und Not zu leiden hatte, blieb auch als erfolgreicher und finanziell gesicherter Künstler bodenständig, wobei er stets sein Augenmerk auf die Sorgen und Befindlichkeiten der Unterschicht richtete. Zille war, wie seine Nachkommen auch, zeitlebens sozial engagiert und trat für die Rechte der kleinen Leute ein.