hans und der tägliche Horror
Anmerkungen zur Zeit
Von Neustädtern, Asbachern und widrigen Umständen - Zurück zur Übersichtsseite Allzuprivates
Von Röser, Hans Hink, Piff und Zucki, Hammelstein
Erzählen die Alten in rührsel'ger Stund:
Ein sentimentales Lächeln um den Mund
Träumen sie selig von unserem Sportverein.

Der Verein wurde unterdessen umgebaut
(dabei hat man ihn auch stark verfeinert);
Man hat ihn nun wirklich nicht mehr recht überschaut
(dafür ist er jetzt ganz hübsch verkleinert).

Das hehre Ziel sei, als oberstes Prinzip, so sagt man es frei:
Der TuS Asbach soll den Asbachern gehören;
Fremde Spieler, sofern von Wert, verdürben nur das Einerlei,
Man lasse sich durch Klasse nur ungern stören.

Und auch dies Prinzip übertrug man gern:
Ein probates Mittel der Tierzucht
War bei uns immer schon die Inzucht.
Auch wenn's sportlich mitunter gruselig,
Wir haben's nun mal gerne kuschelig,
Drum bleibt uns bitte, bitte, bitte fern.

Wie keck hat man doch in vergang'nen Zeiten argumentiert,
als noch nicht zugemauert Brücken über Neustadts Bächen,
als noch kein Stausee still thronte über Neustadts Flächen,
wie frech hat man unsere braven Neustädter kommentiert:

Hat mal ein Kartoffelkäfer in blau-gelb laut
Vom Aufstieg zu träumen gewagt,
Hat der Asbacher gelacht, dann erstaunt geschaut
Und ungläubig "Kiffst Du?" gefragt.

Und heute? Heute halten wir lieber brav die Schnauze.
Mit furchtsam eingeklemmtem Schwanz liegen wir hinter'm Ofen,
Lecken unsere Wunden, pflegen unsere Plauze;
Glaubt es mir: Käme ein Neustädter, wir gingen loofen.