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Dateigröße Werte vs. Formeln | Herbers Excel-Forum


Betrifft: Dateigröße Werte vs. Formeln von: Dieterlem
Geschrieben am: 25.10.2008 19:25:46

Hallo Excelfreunde,

ich habe eine Exceldatei programmiert in der die Dateigröße ungewöhnlich groß ist. Ich habe bereits im Archiv gesucht, aber keine passende Antwort gefunden.
In dem Sheet habe ich einen großen Bereich (A1:DQ2010) mit Formeln gefüllt. Wenn ich jedoch die Formeln lösche und die "errechneten" Werte behalte verringert sich die Dateigröße drastisch:

Dateigröße mit Formeln: 11,2 MB
Dateigröße mit Werten: 2,6 MB

In dem Sheet habe ich nur Standardformate (keine Rahmen, Farben usw.). Es sind auch 3000 Matrixformeln enthalten.

Woran liegt dieser Unterschied zwischen Werten und Formeln?
Wie kann ich die Dateigröße verringern?

Gruß
Dieterlem

  

Betrifft: AW: Dateigröße Werte vs. Formeln von: mumpel
Geschrieben am: 25.10.2008 19:45:09

Hallo!

Ich vermute mal, dass die Formeln sehr lang sind. Dann ist das normal.
Hatte ich auch mal. Einige meiner Formeln waren zwischen 500 und 1447 Zeichen lang. Ich habe die Formeln in benutzerdefinierte Funktionen (UDF = User definied Function) ausgelagert. Dadurch konnte ich die Dateigröße (XLSM-Format) um ca. 60% reduzieren. Dateigröße vorher ca. 1,38 MB, nacher 533 KB. Die XLS-Version konnte ich von 3,8 MB auf 1,4 MB reduzieren (ca. 67%). Vielleicht hilft es aber auch schon, wenn Du die Formeln umstellst.

Gruß, René


  

Betrifft: AW: Dateigröße Werte vs. Formeln von: Dieterlem
Geschrieben am: 25.10.2008 20:05:53

Hallo Rene,

das werde ich mal testen. Hört sich vielversprechend an.
Das die "errechneten" Werte eine geringere Textlänge als die Formeln haben ist klar, dass dies aber
so eine große Auswirkung auf die Dateigröße hat hätte ich nicht gedacht.
Ich glaubte immer, dass die Formate eine große Rolle spielen.

Wie sieht es mit der Geschwindigkeit aus, wenn ich statt den Excelformeln benutzerdefinierte Funktionen verwende?




Gruß
Dieterlem


  

Betrifft: AW: Dateigröße Werte vs. Formeln von: Daniel
Geschrieben am: 25.10.2008 20:21:22

HI

meiner erfahrung nach sind Excelformeln schneller als UDFs.

bei Grossen Datenmengen besteht darüber hinaus das Problem, daß wenn du eine langwierige Berechnung vorzeitig unterbrechen willst, das bei UDFs nicht so einfach funktioniert, da du hier jede Berechung einzeln stoppen musst (zumindest habe ich noch keinen Weg gefunden, die Berechung für 10.000 UDFs gleichzeitig zu stoppen)

UDFs kann ich eigentlcih nur empfehlen, wenn das Problem per Makroprogrammierung deutlich einfacher zu lösen ist als mit Excelformeln.

Wie schon gesagt, ich bevorzuge eigentlich die Variante, die Neuberechnung per Makro durchzuführen (normalerweise durch das Schreiben der Excelformeln in die Zellen) und dann nur die errechneten Werte in der Datei stehen zu lassen.



Gruß, Daniel


  

Betrifft: AW: Dateigröße Werte vs. Formeln von: mumpel
Geschrieben am: 25.10.2008 22:21:52

Die Geschwindigkeit ist bei Excel gleich. Allerdings solltest Du die Makros deaktivieren, wenn Du am Makroprojekt arbeiten musst. Es kommt sonst zu immer neuen Berechnungen, welche sich dann störend auf die Makrobearbeitung auswirken. Außerdem solltest Du das Projekt schützen.
Auch das Öffnen der Arbeitsmappe geht genauso schnell wie sonst auch.

Bei OOo-Calc wirken sich UDF's allerdings negativ auf den Dateistart aus. OOo-Calc benötigt bis zu 110 Sekunden zum Öffnen einer Arbeitsmappe mit UDF's . Unabhängig davon, ob die Arbeitsmappe im XLS-Format oder im ODS-Format vorliegt. Das sei aber nur am Rande erwähnt.

<Zitat> UDFs kann ich eigentlich nur empfehlen, wenn das Problem per Makroprogrammierung deutlich einfacher zu lösen ist als mit Excelformeln. </Zitat>

Das ist zum Beispiel bei mir der Fall. Ich berechne sehr viel Zeitperioden, zum Beispiel Nachstunden abzüglich Nachtpausen (3 Pausenfenster). Mit Formel wäre selbige 1447 Zeichen lang. Und das ganze 3660 mal, da kann man sich ausrechnen, wie instabil die Arbeitsmappe werden kann. Mit Makro wird die Formel maximal 48 Zeichen lang. Ist ein riesiger Unterschied. Ich benutze hierzu eine UDF von Hans W. Herber, welche ich aber um 3 Pausenfenster erweitert habe (die Originalfunktion berücksichtigt keine Pausen, welche innerhalb der zu berechnenden Periode liegen).


  

Betrifft: AW: Dateigröße Werte vs. Formeln von: Daniel
Geschrieben am: 25.10.2008 20:13:25

Hi

ganz einfach:
Excel brauch pro Wert, den es speichern muss c.a.
für Zahlen: 8 Byte
für Texte: 10 Byte + pro Zeichen 1 Byte

da Formeln wie Texte zu behandlen sind, kannst du dir ausrechnen, warum der Speicherplatz für Formeln grösser ist als für reine Ergebnisse.

meine Empfehlung für solche Fälle ist:
- wo mögich immer Formeln durch Werte ersetzen
- um im Falle einer Neuberechnung nicht alle Formeln neu eingeben zu müssen, die Eingabe der Formeln als Makro hinterlegen, so daß dann nur das Makro gestartet werden muss.

alternativ kann man auch die Formeln in der 1. Zeile stehen lassen und dann bei Bedarf wieder nach unten kopieren, aber da ist das Risiko relativ hoch, daß man beim Umwandeln der Formeln in Werte das vergisst und die erste Zeile mit überschreibt.


Gruß, Daniel


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